Nach einer längeren Pause konnte ich heute wieder an unserem
Lesenachmittag teilnehmen. Wir trafen uns bei Sabine, die uns mit
leckerem Tee und noch leckeren selbstgemachten Keksen verwöhnte.

Es ging uns heute im weitesten Sinn um das Thema " Lachen". Wir
erinnerten uns an eine Lachyogastunde, an der einige von uns vor Jahren
teilgenommen hatten. Karin hat ein Buch zu diesem Thema. Um die
Lachmuskeln der Leserinnen zu lockern, hatte ich ein nettes Buch
mitgebracht. Es ist von Rolf Wilhelm Brednich und heißt: " Neuseeland
macht Spaß". In dem Buch findet man ganz viele Kurzgeschichten, die als
Witz zu lesen sind. Wir haben uns köstlich amüsiert, werden in den
Episoden doch auch die Charaktereigenschaften der Neuseeländer
angesprochen, die zeigen, welchen Humor und Witz das Volk am anderen
Ende der Welt besitzt.

Nach den humorigen Geschichten aus Neuseeland gab ich noch eine
Schulepisode zum Besten, die zeigte, mit welchem Witz und auch
Gelassenheit ein Schüler eine von ihm völlig falsch gelöste Mathearbeit
den geneigten Leser- oder armen Lehrer- zum Lachen bringen kann.

Was uns heute ganz wichtig war, Karin hatte darum gebeten, war das Lesen
unseres Tagebuches. Jede von uns las der Gruppe einen von ihr verfassten
Text vor. Dabei waren wunderbare Gedanken, weiter so!

Zum Schluß unseres Nachmittags las uns Sabine noch eine Kurzgeschichte
aus dem Buch: "Alle Farben dieser Welt" mit dem Titel: "Das Märchen von
der traurigen Traurigkeit" von Inge Wuthe vor. Ein wunderbarer
nachdenklicher Abschluß nach diesem lustigen Nachmittag.

Traditionell findet ja das letzte Treffen der Leserinnen im ablaufenden
Jahr bei mir statt. Wir treffen uns zum adventlichen Lesen am Freitag,
dem 1.12. hier bei mir. Unser Thema werden Sprichwörter sein. Jede von
uns wird ein Sprichwort mitbringen und gemeinsam wollen wir
herausfinden, welchen Ursprung es hat.

Bis dahin,

G.W.

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Am 1.September trafen wir uns bei Erika in ihrem schönen Garten.
Ihre Begonien sind eine Augenweite!
Erika überraschte uns mit einer kulinarischen Köstlichkeit,
Panna Cotta mit selbstgemachter Erdbeersauce.
Es schmeckte ganz wunderbar.
Karin stellte uns ein Buch von Peter Hahne(Journalist) vor.
Titel: Rettet das Zigeunerschnitzel. Satirische, sowie gesellschaftskritische
nationale und internationale Themen, Kolumnen, die politische Fragen
der Gegenwart aufwerfen. „Rettet das Zigeunerschnitzel“, hierbei geht es
um die Diskriminierung, in der Bezeichnung für Produkte, wie Mohrenkopf,
Zigeunerschnitzel etc., von Menschen. Dies löste Nachdenken und eigene
Empfindungen zu den Begriffen bei uns aus. Ein weiteres Thema war
Sterbehilfe und Organspende, brisant, eine ernste Thematik.
Weitere Themen waren „Werte die wichtig sind“ und „Empörung gegen den
täglichen Schwachsinn“. Ein wirklich lesenswertes Buch!
Ich, Sabine, stellte zwei Kurzgeschichten vor.
Ephraim Kishon „Wie man Freunde gewinnt“, beschreibt humorvoll die
Neugierde und den Voyeurismus von Nachbarn.
O.Henrys „Geteiltes Leid ist halbes Leid“, beschreibt einen Einbruch besonderer Art.
Einbrecher und Opfer entdecken dabei ihre Gemeinsamkeiten, den Rheumatismus!
Beide Geschichten liesen die ernste Stimmung wieder aufhellen.
Es war ein schöner Nachmittag.
Unser nächstes Treffen ist am 27.Okt.2017 bei Sabine.
S.R.

Traditionell fand unser Treffen am 28.7. bei Walli statt. Wie schon die
letzten Jahre hatte sie für unsere Gruppe leckeren Eiskaffee
vorbereitet! Leider legte der Sommer an diesem Freitag eine Pause ein,
so daß wir nicht auf der Terrasse die gekühlte Köstlichkeit genießen
konnten, sondern im Wohnzimmer.

Das tat dem Geschmack keinen Abbruch und wir konnten uns in lockerer
Runde unserem Thema " Hallig Hooge" widmen. Ich hatte das Buch " Barfuß
auf dem Sommerdeich" von Katja Just mitgebracht. Sie beschreibt in ihrem
Buch ihr Leben auf der Hallig Hooge. Katja Just  beschließt im Alter von
25 Jahren ihrer Heimat München sowie ihrem attraktiven Arbeitsplatz am
Flughafen den Rücken zu kehren, um auf der nur knapp 6 Quadratkilometer
großen Hallig Hooge im Wattenmeer zu leben. Die Geschichte bot einiges
an Stoff, den wir diskutierten. Wir stellten uns unter anderem die
Frage, ob ein solcher Schritt für uns denkbar wäre. Den Begriff "
Sehnsuchtsort" griffen wir ebenfalls auf und versuchten ihn - jede für
sich- zu definieren. Nach zögerlichem Beginn stellten wir fest, daß wir
alle einen sogenannten " Sehnsuchtsort" kennen.

Es gab von mir außerdem Informationen zu dem Begriff " Hallig". Wir
erfuhren einiges über Hooge und das Leben dort. Katja Just beschreibt
sehr gut, was es bedeutet und wie schwer es aber auch ist einen solchen
Schritt zu tun. Sich von der Großstadt zu verabschieden und das Leben
auf einer Hallig mit knapp 100 Einwohnern mit all seinen Facetten zu wählen.

Wie immer ein interessanter Nachmittag, wir denken, Katja Justs Buch ist
empfehlenswert!

Noch etwas in eigener Sache. Ich werde mich für die nächste Zeit aus
gesundheitlichen Gründen aus dem Lesekreis zurückziehen, weiß aber, daß
die Leserinnen weiterhin mit Lust bei der Sache sind und tolle Bücher
lesen werden. Das nächste Treffen findet bei Erika statt, den Termin
bitte bei ihr erfragen.

Bis bald,

G.W.

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Mal an einem Freitag trafen wir uns bei Hannelore zum monatlichen
Lesetreff. Erika mußte kurzfristig die Damen umleiten, da sie am Vortag
erst aus dem Urlaub zurückgekommen war. Hannelore erklärte sich spontan
bereit, unserer Gruppe aufzunehmen. Da wir vollzählig waren, d.h. alle
neun Leserinnen Zeit hatten, war Hannelores Balkon grenzwertig voll. Das
tat dem Lesen keinen Abbruch, ein Buch passt in die kleinste Ritze.
Sabine und Hannelore hatten das Buch " Der Club der Traumtänzer" von
Andreas Izquierdo vorbereitet. Sabine gab uns eine kurze Zusammenfassung
des Romans, Hannelore hatte interessante Stellen markiert. In dem Buch
geht es um einen knapp 40jährigen Mann, der täglich selbstverliebt nackt
- sehr zur Freude einer älteren Nachbarin von gegenüber- vor einem alten
Spiegel in seiner Wohnung Salsa tanzt. Bei den Frauen kommt er wegen
seines Charmes gut an. Eines Tages verursacht er mit seinem Auto einen
Unfall, in den eine Fahrradfahrerin verwickelt wird, die sich ein Bein
dabei bricht. Brisant ist, daß Gabor - so der Name des Helden- abgelenkt
ist von einer Dame auf dem Beifahrersitz, die im übrigen die Frau seines
Chefs ist. Die beiden sind so beschäftigt, daß der gute Gabor zu
abgelenkt ist und den Unfall veruracht. Sein Pech ist, daß die Verletzte
ein Foto von ihm und der Beifahrerin hat, auf dem sehr eindeutig zu
sehen ist, daß gewisse Körperteile luftig frei liegen. Man kann
eigentlich von Erpressung sprechen, denn Gabor wird von der Verletzten,
die Schulleiterin einer Sonderschule ist, aufgefordert, einer Gruppe
ihrer Schüler Tango beizubringen. Gabor ist alles andere als begeistert,
haben die Schüler doch einen durchschnittlichen IQ von 85! Will er
verhindern, daß sein Chef von der Affäre seiner Frau mit Gabor erfährt -
die im übrigen nur ein paar Stunden andauerte - muß er sich den Schülern
stellen! Wirklich genial geschrieben, wir haben uns prächtig amüsiert!

Unser nächstes Treffen findet am 28.7. bei Wally statt.

P.S. Unser erstes Klassenbuch ist voll, habe ein neues besorgt, dessen
weiße Seiten darauf warten, von uns Leserinnen mit unseren Gedanken
beschrieben zu werden!

G.W.

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Am Samstag trafen wir uns bei Sabine. Unser Thema war diesmal etwas
speziell, ging es doch um die Geschichte des Bh´s. Ich hatte dieses
Thema gewählt, weil wir Frauen dieses wichtige Kleidungsstück seit 100
Jahren tragen ( oder auch nicht). Da ich immer bemüht bin Themen
aufzugreifen, die uns Frauen betreffen, schien mir das sehr passend.

Leider mußte ich bei meiner Recherche erfahren, daß es gar nicht so
einfach ist, Literatur zu diesem Thema zu finden. In der Weilburger
Bücherei fand ich Hilfe, per Fernleihe bestellte ich ein Buch, das den
vielversprechenden Titel:" Der Büstenhalter und andere vergnügliche
Geschichten" von Dieter-Wilhelm Mayer hat. Leider war der Titel
irreführend, ich konnte das Buch zu unserem Themennachmittag nicht
verwenden. Ein Besuch im hiesigen Wäschefachgeschäft half mir dann
weiter. Frau Kunz, die Inhaberin des Ladens, stellte mir
freundlicherweise Bücher und Anschauungsmaterial zur Verfügung.

Quellen berichten, daß schon in der Antike Frauen Vorläufer des
Büstenhalters trugen. Es handelte sich dabei um Stoffbänder, die unter
der Brust getragen wurden. Der BH in seiner heutigen Form wurde 1914 von
Mary Phelps erfunden. Sie ahnte wohl nicht, welch revolutionäre
Erfindung sie entwickelt hatte, verkaufte sie doch ihr Patent schon 1914
an einen amerikanischen Konzern. Es folgten die Bestimmung der
Cupgrößen, und in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts die ersten
Sport-BH´s.

Nach dem geschichtlichen Abriss las ich den interessierten Frauen die
Firmengeschichte eines bekannten deutschen Miederherstellers vor, der
2009 sein 150jähriges Betriebsjubiläum feiern konnte und zu diesem Zweck
ein wunderschönes Büchlein mit der Firmengeschichte herausgebracht hat,
das mir freundlicherweise auch von Frau Kunz zur Verfügung gestellt
wurde. Abschließend lasen wir noch aus dem Buch: "Dessous, die
Geschichte der Dessous von 1900 bis 2000" von Karen W. Bressler,
Karoline Newman und Gillian Proctor.

Es folgte die Aufforderung an die Leserinnen, sich an den Kauf ihres
ersten BH´s zu erinnern und zu berichten. Das war sehr interessant,
zeigte sich in den Berichten der Frauen, welch unterschiedliche
Bedeutung das für sie doch hatte. War es für einige nur peinlich, waren
andere stolz, ihre beginnende Weiblichkeit mit diesem Kleidungsstück
betonen zu können. Für eine dritte Gruppe war die Anschaffung eines BH´s
völlig bedeutungslos.

Nach diesem regen Austausch lasen wir noch eine Kurzbiographie von Beate
Uhse, einer wie wir fanden bemerkenswerten Frau. Der Text half, das Bild
zu korrigieren, das einige der Frauen von ihr hatten. ( Biographie
entnommen aus:" Frauen, die ihre Träume leben" von Claudia Lanfranconi)

Zum Abschluß zeigte ich den Frauen noch einige Wäscheteile, die mir Frau
Kunz ebenfalls zur Anschauung mitgegeben hatte. Sie zeigten, daß
wirklich jede Frau das Passenende für ihre Figur finden kann.

Wir hatten einen informativen, lehrreichen und vergnüglichen Nachmittag!
Unser nächstes Treffen am Freitag, den 16.6. bei Erika.

G.W.

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Liebe Leser unserer Berichte, nach langer Abstinenz ab heute wieder
regelmäßige Infos zu den Treffen der Leserinnen.


Am 1.April trafen wir uns bei Edeltraud. Sie hatte einige Tage vorher
einen feierwürdigen Geburtstag und nahm das zum Anlass, uns mit Kaffee
und sehr leckerem Kuchen zu bewirten. Da bei unseren Zusammenkünften
aber immer das Lesen im Vordergrund steht, wurde das auch dieses Mal so
gehalten. Edeltraud hatte ein sehr schönes Buch von Elke Heidenreich
ausgewählt. Es heißt "Die Liebe". Das Buch spielt Ende der 50iger Jahre
und ist in der Ich-Form erzählt. Elke Heidenreich lässt den Backfisch
Sonja von ihren ersten zaghaften Annäherungen an das andere Geschlecht
erzählen. Wie immer in Heidenreichs Büchern mit ihrem eigenen trockenen
Witz. Sonja führt Kusslisten, die sie vor ihrer lieblosen und strengen
Mutter versteckt. Nach Hansi und Rölfchen verfällt sie, ebenfalls wie
ihre Freundin Irma, dem Schauspieler James Dean.Bei allem Humor, mit dem
das Buch geschrieben ist, kommt die tragische Seite nicht zu kurz. Nach
Deans Tod zerbricht Irma. Auch wenn die Geschichte vor fast 60 Jahren
spielt, hat sie nichts an Aktualität verloren. Viele junge Menschen
verklären auch heute ihre Idole und stürzen in einen Abgrund, wenn diese
sterben.

Da das Buch nicht sehr umfangreich ist, schafften wir es gut, den Text
an einem Nachmittag komplett zu lesen. Unser Fazit: Lesenswert!

Das nächste Treffen ist für den 6.Mai geplant. Wir treffen uns bei
Sabine. Das Thema, das ich ausgewählt habe, ist die Geschichte des BH`s.
Er wird dieses Jahr 100 Jahre alt und ich bin der Meinung, wir sollten
diesem uns stützenden Teil einen Nachmittag widmen.

G.W.

Ich habe einige Bilder unseres Treffens gemacht. Auf den Bildern ist
unser "Lesetisch" zu sehen sowie unsere Leserinnen.

Bild 1 : Weihnachtsstimmung

Bild 2: von links : Wally Schmidt, Sabine Reß, Erika Grün, Gudrun Keil
und Rixa Butz

Bild 3: von links: Sabine Reß, Wally Schmidt, Gudrun Wagner, Erika Grün,
Gudrun Keil und Rixa Butz

Es fehlen, wie schon erwähnt, Hannelore Fröhlich, Edeltraud Göpel und
Karin Ritter

Liebe Leser unserer Seite: Wir, die Lesefrauen des Landfrauenvereins
Ahausen, wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein
gesundes neues Jahr 2017. Schauen Sie weiter bei uns vorbei, wir würden
uns freuen!

Der letzte Lesenachmittag für dieses Jahr!

Am 26.11. trafen wir uns für das Jahr 2016 zum letzten Mal, wie immer im
November bei mir. Bei Kaffee und Kuchen und adventlicher Dekoration
wurde von den Leserinnen die "Vor"-Weihnachtszeit eingeläutet. Leider
war Hannelore krank, Karin im wohlverdienten Urlaub und Edeltraud auf
einer Familienfeier, so daß wir nur zu sechst waren. Wie immer bei
unserem Adventslesen wurde Elke Heidenreichs " Erika" gelesen. Diese
Geschichte, wenn auch so oft schon gehört, begeistert uns immer wieder
aufs neue. Die Melancholie sowie Heidenreichs trockener Humor passen wie
wir meinen perfekt in die Weihnachtszeit. Es wurde viel gelacht aber
auch nachgedacht. Diese Geschichte können wir allen ans Herz legen, die
in der Adventszeit mal etwas anderes lesen wollen als Engelgeschichten.
Die Kurzgeschichte ist aus Heidenreichs Buch " Kolonien der Liebe"
entnommen.

Wally, unsere liebe Mitleserin, hatte für alle Tannenzweige mitgebracht,
auf denen ein süßer dicker Engel befestigt war. Erika kam mit einem
großen Korb, in dem für jede von uns ein wunderschönes Gesteck war, das
sie mit einer Eule aus Naturmaterialien und Hagebuttenzweigen versehen
hatte. Auch ich wollte meinen Leserinnen für das vergangene Jahr "
Danke" sagen und hatte kleine Pralinenengel und Stoffsterne für alle
vorbereitet. Es war ein bißchen wie Weihnachten an diesem Nachmittag!
Schade, daß nicht alle dabei sein konnten!

Heute, am 29.10., trafen wir uns bei Rixa. Bevor es losging mit unserer
Lektüre gratulierten wir ihr nachträglich zum halbrunden Geburtstag. Ich
überbrachte noch die Grüße von Frau Kunrath, deren Buch wir beim letzten
Treffen besprochen hatten. Sie war im Internet auf uns aufmerksam
geworden und ließ uns herzlich grüßen. Das war für uns überraschend,
hatten wir doch bisher selten Kontakt mit den Autoren der von uns
gelesenen Bücher. Ein Gruß von uns zurück an Frau Kunrath!

Bevor wir eine von mir ausgesuchte Kurzgeschichte lasen, stellte uns
Hannelore das Buch " Ein Hauch von Lippenstift für die Würde" von
Henriette Schroeder vor. Es erzählt Geschichten von Frauen, die
versuchen ihre Würde auch in direkten Nachkriegszeiten oder Diktaturen
mit unterschiedlichen Mitteln zu bewahren. Es sind zum Teil sehr
anrührende Geschichten, die hier erzählt werden. Wir werden uns bei
einem der nächsten Treffen nochmals mit dem Buch beschäftigen.

Danach ging es weiter mit einer Kurzgeschichte von Joanne Harris. Wir
lasen "Faith und Hope fliegen in den Süden" Hier geht es um zwei ältere
Damen, die in einem englischen Seniorenheim leben und auch versuchen,
ihre Würde zu erhalten. Liebevoll wird erzählt, welche Macht die
Phantasie haben kann- auch wenn man wegen körperlicher Gebrechen im
Leben sehr eingeschränkt ist.

Ja, das war für dieses Jahr der letzte eigentliche Lesenachmittag. Unser
nächstes Treffen findet traditionell am letzten Samstag im November bei
mir statt. Es wird adventlich und wir werden bei Kaffee und Kuchen
wieder Elke Heidenreichs " Erika" lesen. Danach noch ein paar
beschauliche, freche und lustige Geschichten, die in die
vorweihnachtliche Zeit passen.

Seit nunmehr zwölf Jahren gibt es unseren Lesekreis. Ich habe versucht,
all die Bücher zu recherchieren, die wir bis dato gelesen haben. Nach
der stolzen Zahl von 43 habe ich die Suche beendet. Diese Bücher
befinden sich in meinem Bücherschrank. Wieviele Bücher noch von den
anderen Damen vorgestellt wurden, ist kaum noch nachzuvollziehen! Ich
freue mich, daß unsere lesefreudigen Damen mit Elan bei der Sache sind
und mich mit neuen Buchvorschlägen unterstützen. Hoffen wir, daß wir
auch im neuen Jahr mit viel Freude ans Lesen gehen!


G.W.

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Am 23.09. trafen wir uns bei mir. Rixa hatte ein wunderschönes
Kinderbuch mit dem Titel: " Olga rennt" von Hilke Mayer und Kai Pannen
dabei. In dem Bilderbuch wird eine Episode aus dem Leben der
Schweinedame Rosa erzählt, bei der sie ihre alte Tante besucht. Rixa las
uns den Text vor und zeigte uns die Bilder. Um das Ganze abzurunden,
hatte sie etliche Plüsch- und Gummischweine dabei. Wie man sich
vorstellen kann, hat Rixa ein Faible für diese rosa Tierchen! Ein
lustiger Einstieg in diesen Lesenachmittag!

Danach stellte ich ein Buch vor. Es heißt: " Schwestern bleiben wir
immer" von Barbara Kunrath. Auf dieses Buch bin ich eher zufällig
gestoßen. In einer Limburger Buchhandlung suchte ich ein Buch mit einem
regionalen Bezug zu Weilburg, bzw. unserem Umland. Ein Buchhändler
empfahl mir diesen Roman, da die Autorin in Ennerich lebt, gar nicht
weit von uns.

Mir hat diese Geschichte von Barbara Kunrath sehr gut gefallen. Es geht
nicht in erster Linie um das schwesterliche Verhältnis, wie der Titel
vermuten lässt, sondern um die schwierige Beziehung der beiden Mädchen
zu ihrer Mutter. Ich hatte versucht, Textstellen herauszusuchen und
lesen zu lassen, die es ermöglichen, die Handlung zu verstehen, ohne das
ganze Buch zu kennen. Am Ende des Nachmittags hatten die Leserinnen
einen guten Einblick in die Geschichte genommen, einige werden es
nochmals ganz lesen. Ich kann das Buch empfehlen, es wird auch nochmals
Grundlage zu Diskussionen in unserem Kreis sein.

Unser nächstes Treffen findet am Samstag, den 29.10. bei Rixa statt.

G.W.

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Ausnahmsweise mal montags, gestern trafen sich die Leserinnen bei Karin
Ritter. Edeltraud hatte es übernommen, ein Buch von Gudrun Pausewang
vorzustellen. Nach einer interessanten einleitenden Biographie der
Autorin gab uns Edeltraud eine Zusammenfassung des Romanes Pausewangs "
Die Entführung der Dona Agata" von 1971. Danach lasen wir einzelne
Passagen des Buches. Es war leicht, auch mit Unterbrechungen, dem Text
zu folgen, weil Edeltraud immer berichten konnte, wie die Handlung
zwischen den gelesenen Seiten weiterging.

"Die Entführung der Dona Agata"ist ein Buch, das getrost mit einem
gewissen Augenzwinkern gelesen werden kann. Es geht um eine ältere
reiche und unverheiratete Dame, die von vier so gar nicht unsympatischen
Männern entführt wird. Nach anfänglichen verständlichen Problemen kommt
man sich näher und im Verlauf der Geschichte lässt sich Dona Agata noch
zwei weitere Male von ihren Entführern kidnappen. Am Ende wird aus der
etwas weltfremden Dona Agata die rothaarige Dona Lucretia, eine
liebenswerte Barbesitzerin.

Die Geschichte hat uns Leserinnen gut gefallen, sie war witzig und
warmherzig geschrieben und von Edeltraud sehr gut präsentiert. Zum
Schluß verlieh Edeltraud noch Bücher von Gudrun Pausewang an uns, sie
besitzt einige davon.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, daß wir mit einem Glas Sekt auf unsere
Hannelore angestoßen haben, die vor zwei Wochen einen runden Geburtstag
gefeiert hat.

Nach dem Lesen hatte Edeltraud ein Video bereit, ganz professionell von
ihrem Schwiegersohn gefilmt, das am Tag ihres offenen Ateliers
aufgenommen wurde. Einige kreative Damen aus unserem Kreis waren an
diesem Nachmittag mit selbstgearbeiteten Werken dabei. Als Andenken
durfte jede von uns ein Video mit nachhause nehmen, ebenso einige
Bilder. Dank dafür!

Karin verwöhnte uns mit leckerem Zitronenwasser und Keksen, es war ein
wirklich schöner Nachmittag.

Unser nächstes Treffen findet am Freitag, dem 23.9. bei mir statt. Rixa
hat eine "schweinische" Geschichte dabei!

G.W.

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Am 24.Juni trafen wir uns bei Walli zum schon traditionellen Eiskaffee
beim Lesen. Leider war das Wetter so bescheiden, daß Walli uns ins
Wohnzimmer bitten mußte, da es draußen nach Weltuntergang aussah!
Karin hatte uns ein Buch von Margot Käßmann mitgebracht mit dem Titel "
Das Zeitliche segnen". In dem Buch geht es, wie der Titel schon
andeutet, um Sterben und loslassen. Karin hatte einige Textstellen für
uns herausgesucht, die wir lasen und diskutierten. Da jede von uns schon
auf irgendeine Art Abschied von einem Mitmenschen, Familienmitglied oder
Partner nehmen mußte, wurde unsere Diskussion sehr emotional geführt.
Einige unserer Leserinnen hatten Frau Käßmann Anfang Juni in der
Schloßkirche erlebt, wo sie einen Vortrag zum 500. Reformationsjahr 2017
hielt. Mit diesem Hintergrund war das Lesen ihres Buches natürlich sehr
interessant, kommen wir doch eher selten in den Genuß, den Autor eines
von uns gelesenen
Buches kennenzulernen.

Unser nächstes Treffen findet ausnahmsweise an einem Montag statt. Im
Juli pausieren wir, gelesen wird am 29.August bei Karin.

G.W.
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Unser Maitreffen fand am 28. bei Erika statt. Sie hatte uns ein Buch
empfohlen, daß sie von ihrer Tochter geschenkt bekommen hatte und ihr
sehr gut gefiel. Der Titel des Buches lautet: " In der ersten Reihe
sieht man Meer" von dem Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr. Die
beiden sind eigentlich für ihre Regionalkrimis bekannt. In diesem Buch,
daß uns von Erikas Tochter Regine vorgestellt wurde, geht es um eine
Italienreise. Viele von uns erinnern sich noch gerne - oder mit
Schrecken - an diese ersten Auslandsreisen vieler deutscher Familien in
den 60iger Jahren. Durch zwei Zeitstränge, die die Handlung des Romanes
bestimmen, war es eine gekonnte Persiflage auf den typisch deutschen
Italienreisenden dieser Zeit.
Wir hatten sehr viel Spass beim Lesen!
Unser nächstes Lesen findet bei Walli statt und zwar am 24.6.

G.W.

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Am 22.April stand für die Leserinnen wieder eine Lesung an. Wie schon im
letzten Jahr luden Bücherei, Buchhandlung und VHS zu einem Leseabend mit
Annegret Held ein. Sie las aus ihrem neusten Roman: "Armut ist ein
brennend Hemd".
In diesem Buch schildert die aus dem Westerwald stammende Autorin die
Geschichte der Menschen im Westerwald im 19.Jahrhundert. Missernten und
Hungersnöte, sowie hohe Abgaben an den Fürsten, zwangen viele Familien
ihre Kinder fahrenden Händlern mitzugeben. Die Kinder, meistens Mädchen,
sollten den Händlern helfen, Besen, Fliegenwedel, Papierblumen und
Heiligenbildchen auf Märkten in England, Schweden und Russland zu
verkaufen. Die Mädchen sangen zur Drehleier und tanzten auf den Märkten.
Der Fliegenwedelhandel veränderte sich zum Mädchenhandel und zur
Prostitution. Um 1850 herrschte große Not, nicht nur im Westerwald, auch
im Taunus und in der Wetterau. Die Mädchen, bzw. ihre Eltern schloßen
Verträge mit den Händlern ab. Sie verpflichteten sich damit, für ein
Jahr mit in die Fremde zu ziehen. Einige kamen von diesen Reisen auch
wieder zurück in die Heimat, oft gebrochen an Körper und Seele. Weil sie
zur Drehleier sangen, auf englisch Hurdy gurdy, gingen sie als "Hurdy
Gurdy Girls" in die Geschichte ein.

Annegret Held beschreibt sehr lebhaft die Zustände auf den Dörfern des
Westerwaldes der damaligen Zeit. Im zweiten Teil der Lesung zeigte sie
Bilder aus London, Whitechappel, wo viele der Hurdy Gurdy Girls lebten.
In mühevoller Recherche ist es ihr gelungen die Geschichte der Susanna
Schamp zu verfolgen, einem Mädchen aus dem Westerwald, das das Glück
hatte, in der Fremde Fuß zu fassen.
Für uns war dieser Abend sehr interessant, kannten wir doch die
Geschichte der Hurdy Gurdy Girls noch nicht.

Unser Abschluß fand nicht in der Eisdiele, sondern in der Turmschmiede
statt. Bei einem Glas ließen wir den Abend nochmals Revue passieren.
Alle waren sich einig, es war ein schöner Abend!

Unser nächstes Treffen findet am 28.Mai bei Erika statt.

G.W.

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Unser vorösterliches Treffen fand bei Edeltraud statt. Da sie am Mittwoch, dem 23.3. Geburtstag hatte, fand sie die Idee- Geburtstag und Lesen zusammenzufassen- gut und hatte uns eingeladen. Bevor es an die Kaffeetafel ging, stand aber das Lesen auf dem Programm. Edeltraud machte uns mit der Biographie und dem Werk Frida Kahlos bekannt. Diese außergewöhnliche Frau hat in ihrem Leben viele Schicksalsschläge hinnehmen müssen, die wie ein roter Faden durch ihr Schaffen gehen. Bedingt durch eine Kinderlähmung und einem schweren Unfall hatte Kahlo zeitlebens große Schmerzen. Viele ihrer Bilder malte sie im Bett liegend. Ihre Werke sind ehrlich, erschreckend zum Teil, zeigen ihren Schmerz. Sie zeigen, daß sie ihr Schicksal annimmt und das Grauen, das uns bei vielen ihrer Bilder überkommt, eine Tatsache ist: nämlich, daß wir alle zerstörbar und sterblich sind!
Beeindruckend!
Unser nächstes Treffen führt uns wieder in die Weilburger Bücherei. Am Freitag, dem 22. April werden wir erneut Annegret Held zuhören, wenn sie aus ihrem neusten Roman vorliest. Im Anschluß geht es wie immer in die Eisdiele, um das Frühjahr mit einem Eisbecher gebührend zu begrüßen. Da wir dort im letzten Jahr bleibende Eindrücke hinterlassen haben, wird man begeistert sein, unsere lustige Truppe wieder begrüßen zu dürfen! 
G.W.

Am Samstag trafen dich die Leserinnen, um bei Hannelore einen
interessanten Nachmittag zu verbringen. Erika hatte die Lektüre des
Romans von Horst Wolfram Geißler, " Der liebe Augustin" vorgeschlagen.
Zum Einstieg lasen wir einiges über die Person Geißler, bevor wir mit
der Lektüre des Romans begannen. " Der liebe Augustin" wurde 1921
geschrieben und erzählt in leichter Sprache die Geschichte des
Geigenbauers und Spieldosenmachers Augustin Sumser, der in Mittenwald
geboren wird, früh seine Mutter verliert- der Vater kommt schon vor
seiner Geburt ums Leben- und dann bei seinem Onkel am Bodensee
aufwächst. Augustin ist ein intelligentes Kind, dem aber zum größten
Kummer seines Onkels keinerlei Ehrgeiz in die Wiege gelegt wurde.
Später, im Erwachsenenleben hält es Augustin so, daß er immer nur soviel
arbeitet, daß es gerade reicht. Hätte er zuviel, müsse er sich sorgen,
es zu verlieren wie schon so vieles im Leben.
Trotz der leichten und verständlichen Sprache, sind Politik und
zeitgeschichtlicher Hintergrund stets präsent in dem Roman. Napoleon ist
an der Macht und verändert massiv die alte Ordnung in Europa.
Augustin stirbt wie seine Mutter an den Folgen eines Unfalls. Der Kreis
schließt sich. Ein Held im Sinne der Romantik.
Geißlers Werk hat eine Millionenauflage erreicht und wird übrigens seit
Jahren an amerikanischen Universitäten als Deutschlektüre verwendet.

Sabine las uns im Anschluß ein ihr liebes Bilderbuch vor. Es heißt
"Frederick" von Leo Lionni und erzählt mit einfachen, aber
eindrucksstarken Bildern die Geschichte einer Mäusefamilie, die sich für
den Winter rüstet. Frederick sammelt weder Körner noch sonstige Dinge
vom Feld, um die unterirdische Speisekammer der Familie zu füllen. Er
sammelt zum Unverständnis der anderen Mäuse Worte und Farben . Zum Ende
des langen Winters begreift die restliche Mäuseschar, wie wertvoll
Fredericks Sammlung ist. Ein reizendes Buch, absolut empfehlenswert!

Bevor wir uns verabschiedeten, las ich den Damen eine schöne Geschichte
vor. Sie heißt " Meine Tasse" und wurde von einem Strafgegangenen
verfasst. Er erzählt von dieser Tasse, die ihn all die Jahre seiner Haft
begleitet hat und nun vom Regal gefallen ist. Anrührend und lesenswert!

Der geneigte Leser unserer Seite sieht, daß wir an diesem Nachmittag
viel erarbeitet haben! Wir treffen uns zum nächsten Lesen bei Edeltraud
am 23.3. Sie hat Geburtstag und lädt die Leserinnen an diesem Tag ein,
deshalb ausnahmsweise mal ein Treffen an einem Mittwoch. Edeltraud hat
ein Script zu Frida Kahlo vorbereitet. Wir werden biographisches
erfahren und auch Hintergrundwissen zu einigen Bildern bekommen. Wir
sind gespannt!

Bis zum nächsten mal!
G.W.


Am 30.1. trafen wir uns bei mir zu unserem ersten Lesetreffen im neuen
Jahr. Bevor wir uns unserem neuen Buch widmeten, schauten wir uns Bilder
und ein Video unseres Adventnachmittages an.Unser Rätsel wurde nochmals
besprochen und alle waren sich einig, daß die von mir gestellten Fragen
doch sehr schwer gewesen waren. Auch ich hätte die Lösungen nur weniger
Fragen gewußt und bei den meißten raten müssen. Aber, zu einfach wollen
wir es uns auch nicht machen!
Das Buch, daß ich den Damen dann vorstellte, heißt "Mildred Scheel,
Erinnerungen an meine Mutter , geschrieben von Cornelia Scheel. In loser
Folge lasen wir einige Kapitel, die immer in sich abgeschloßen waren,
sodaß man sich nicht an die Seitenfolge halten mußte. Viel erfuhren wir
aus dem Leben Cornelia Scheels, deren Familie einige Jahre in der Villa
Hammerschmidt in Bonn lebte. Auch, daß ein Bundespräsident - und vor
allen Dingen seine Frau - ein fast normales Leben führen. Cornelia
Scheel beschreibt den Charakter ihrer Mutter sehr anschaulich und hilft
den Lesern ihres Buches, diese faszinierende Frau näher kennen zu lernen.
Wir besprachen dann noch Mildred Scheels Arbeit für die Deutsche
Krebshilfe, deren Vorsitzende sie war.

Am 26.2 treffen wir uns bei Hannelore. Erika möchte uns ein Buch
vorstellen, daß sie vor vielen Jahren von einer Tante bekommen hat.
Lassen wir uns überraschen!
G.W.


Das Jahr neigt sich seinem Ende zu und die Leserinnen trafen sich 28. November bei Edeltraud Göpel, um im umgebauten Stall des Anwesens der Künstlerin einen Adventsnachmittag in vorweihnachtlicher Atmosphäre zu verbringen.
Bis auf Karin Ritter, die sich im Urlaub befand, waren wir vollzählig und konnten auch die Tochter von Frau Göpel begrüßen. Der Raum war wunderschön vorbereitet, wir hatten uns das Thema Engel vorgenommen. Die himmlischen Wesen bevölkerten den Raum auf unterschiedliche Weise. Da waren Edeltrauds Bilder an der Wand, liebevoll von ihr ausgewählt und ihrem Mann aufgehängt. Ebenso viele Papier- und sogar Engel aus Beton beobachteten uns. Sabine hatte ihr E-Piano mitgebracht und unterhielt uns in den Lesepausen mit Musik. Es wurden auch einige Weihnachtslieder angestimmt, wobei allerdings anzumerken ist, daß wir wohl besser lesen als singen können! Passend zur derzeitigen Situation in Europa hatte ich als Hauptgeschichte einen Text ausgewählt, der von einem Flüchtlingsschicksal in der Weihnachtszeit erzählt. Als Überraschung wurde noch ein Weihnachtsrätsel präsentiert, bei dem die Leserinnen unter Beweis stellen konnten, was sie zum Thema Weihnachten wissen. Um das Ganze mit einem gewissen Anreiz zu versehen, hatte ich einen Preis für die Gewinnerin dabei. Siegerin im Weihnachtswissen wurde klar Gudrun Keil. Die Freude war doppelt groß, da sie wenige Tage nach unserem Treffen das erste Mal Großmutter einer Enkelin wurde.
Wir hatten, trotz des auch ernsten Themas unserer Geschichte, einen äußerst vergnüglichen Nachmittag, der ausnahmsweise mit einem leckeren Punsch versüßt wurde!
Ich wünsche allen Lesern unserer Seite ein frohes Fest und ein gesundes 2016, unser nächstes Treffen findet am 30.1. bei mir statt. Wir lesen aus Cornelia Scheels Buch über ihre Mutter, Miltred Scheel.

v.u.links. Ingrid Wrigge, Sabine Ress, Walli Schmidt, Erika Grün
oben: Rixa Butz, Gudrun Keil, Hannelore Fröhlich.
Nicht auf dem Bild ist die Photographin Karin Ritter, als entschuldigt fehlt Gudrun Wagner.
Unser nächstes Treffen findet am 28.11. bei Frau Göpel statt, unter dem Motto: „Engel“

Am Freitag den 30. Oktober trafen sich die Leserinnen bei Karin Ritter. Als Gast war dabei Frau Ingrid Wrigge die uns aus Ihrem Gedichtband „Hoffnung & Humor hilft heilen“ vorgetragen hat. Gedichte die Hoffnung und Mut machen sollen, auch und gerade in schweren Zeiten.
Hier ein Ausschnitt aus dem Gedichtband:
Schicksalsschläge uns ereilen,
Angst und Dunkelheit uns fast zerbricht.
Nie die Hoffnung und den Humor verlieren,
den am Ende des Tunnels leuchtet ein Licht.
Ingrid Wrigge ist eine Frau die ihren Humor und Lebenswille nie verlor.

Am 26.9. trafen wir uns bei Edeltraud Göpel, um unsere künstlerischen
Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Frau Göpel hatte uns eingeladen,
einen Nachmittag unter fachkundiger Führung kreativ zu sein. Liebevoll
hatte sie Kompositionen in blau - so unser Motto - zusammengestellt.
Unsere Aufgabe war es nun, genau nach diesen Vorgaben - alle der Natur
entnommen - zu arbeiten.
Leider konnten nur  drei Frauen Frau Göpels Angebot annehmen, der Rest
unserer Truppe war krank oder verhindert. In den über 4 Stunden kamen
für uns ungeahnte Bilder zu Stande!
Zwei der Frauen hatten die Aufgabe, Hortensienblüten mit Blättern, in
einer kleinen Vase stehend, zu malen. Ich als bekennende Hühnerfrau
hatte ein Keramikhuhn im Nest mitgebracht, das ich malen wollte.Frau
Göpel gab uns ganz viele Tipps und Anregungen, das jeweilige Arrangement
möglichst naturgetreu auf das Papier zu bringen. Sie erklärte uns, das
Malen nach der Natur sei wesentlich autenthischer als das Arbeiten nach
einer Fotographie. Völlig erstaunt und überrascht waren wir am Ende
dieses für uns total interessanten Nachmittags, als Frau Göpel unsere
Werke auf kleinen Staffeleien für uns " ausstellte".
Unser Dank an Frau Göpel, die diesen unvergesslichen Nachmittag mit
eigenen Bildern, die dem Thema " blau" gewidmet waren, sowie einigen
Gedichten ihres Mannes aufwertete.
Wir haben viel gelernt in diesen Stunden und waren auch etwas stolz auf
unsere Leistungen, die wir dieser Künstlerin zu verdanken haben, vielen
Dank!

Einen Termin für unser nächstes Treffen haben wir noch nicht besprochen,
wahrscheinlich findet es bei Karin Ritter statt. Rundruf erfolgt.
G.W.
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Heute. am 5.8., wollten wir uns eigentlich bei Karin Ritter zum Lesen
treffen. Da im Hotel Lahnschleife jedoch eine Ausstellung heimischer
Künstler stattfindet und Herr Werner Röhrig, Vorsitzender des Weilburger
Forums und Frau Edeltraud Göpel eine Einladung an die Bezirkslandfrauen
ausgesprochen hatten, nahmen wir die Einladung gerne an.
Nach einer kurzen Einführung wurden wir in zwei Gruppen durch die für
uns sehr interessante Ausstellung geführt. Wir hätten es eigentlich
nicht für möglich gehalten, daß es in und um Weilburg soviele Künstler
gibt. Für jeden Geschmack war etwas dabei, ob Bilder, geniale
Fotographien, Quilts oder auch wunderschöner Silberschmuck. Auch
Keramikarbeiten und besonders der von Schülern gestaltete Raum waren
sehr sehenswert!
Den Abschluß bildete ein Essen im benachbarten Hotel. Wir hatten einen
unterhaltsamen Abend!

Das nächste Treffen steht unter dem Motto:" Eine Studie in blau". Frau
Göpel hat uns eingeladen, am 26.7. bei ihr in ihrem Atelier in Ahausen
zu malen. Wir sind sehr gespannt!

G.W.
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Im Juli trafen sich die Leserinnen gleich zwei Mal. Am 12.Juli waren wir
bei Frau Göpel eingeladen. Sie ist eine begnadete Malerin und hatte an
diesem Tag ihr Atelier geöffnet. Bei Kaffee und Kuchen hatte man die
Möglichkeit, das liebevoll restaurierte Anwesen der Familie Göpel und
die Arbeiten der Künstlerin anzuschauen.
Spontan hatte ich Frau Göpel als gute Landfrau angeboten, ihr für diesen
Tag einen Kuchen zu backen. Sie nahm das Angebot gerne an und erklärte
sich im Gegenzug bereit, das Atelier an einem Tag nur für uns zu öffnen
und uns durch ihre Wers
kschau zu führen.
Am Montag, dem 13.7. erschienen wir nahezu vollzählig in der Scheune von
Frau Göpel. Herzlich empfing sie uns und führte uns durch die
Ausstellung. Sie erklärte nicht nur ihre Werke, da sie mit ganz
verschiedenen Techniken arbeitet, sondern schilderte uns auch die
"Entstehungsgeschichte" manches Bildes. Aber nicht nur die wunderbaren
Bilder beeindruckten uns, sondern auch all die Dinge, die sie und ihr
Mann in jahrelanger Sammelleidenschaft zusammengetragen haben. Ob ein
altes Puppenhaus, alte Koffer oder die Sammlung verschiedener Magazine
begeisterte uns und ließ die Zeit schnell vergehen. Auch zeigte sie uns
die Bücher, die sie und ihr Mann geschrieben haben. Der Titel ihres
Buches lautet:" Spatzen in der Erbsensuppe" und erzählt die Geschichte
ihrer Kindheit, die durch Flucht und Kriegsgeschehen gezeichnet ist.
Zum Abschluß zeigte sie uns noch den alten Stall, der mit moderner
Heizung versehen zum Verweilen einlud. Bei leckerem Kaffee und Kuchen
und einem Likörchen erzählte uns Frau Göpel noch einiges von sich und
bot uns an, die Räumlichkeiten zu nutzen, wenn wir das denn wollten. Für
dieses großzügige Angebot danken wir und werden gerne darauf zurückkommen.
Wir hatten einen sehr schönen Nachmittag!


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Das zweite Julitreffen fand bei Wally statt. Da wir einen extrem warmen
Tag hatten, saßen wir bei ihr auf der schattigen Terrasse und wurden mit
leckerem Eiskaffee verwöhnt!
Hannelore hatte sich mit ihrem vorgestellten Buch viel Mühe gemacht. Es
heißt " Liebe und Tod im Grenzland" von Ruth Malten und spielt zum Teil
in Görlitz, Hannelores Geburtsstadt. Sie hatte viele Stellen markiert,
sodaß wir durch das ganze Buch während eines Nachmittags geführt wurden.
Das Lesen einzelner von ihr ausgesuchter Passagen machte es uns möglich,
die Handlung zu erfassen, auch ohne das ganze Buch gelesen zu haben. Es
gab auch genug Anlass zu Diskussionen, so ging es z.B. um ledige Mütter
Anfang des letzten Jahrhunderts. Wir sprachen über die Rolle der
bürgerlichen Ehefrau auf der einen Seite und der einer Hausangestellten
auf der anderen. Wie immer beteiligten sich alle Frauen lebhaft an der
Gesprächsrunde.
Sabine, auch eine Leserin mit immer guten Ideen, hatte mir von einem
Buch erzählt, das sie gerade gelesen hat. Es heißt " Das Klassenbuch"
von Eva Jantzen und Merith Niehuss und erzählt die Geschichte einer
Abiturklasse, die sich vornimmt, nach Beendigung der Schulzeit ein Buch
anzulegen, das von einer zur anderen weitergegeben wird, immer mit einem
Eintrag, ähnlich eines Klassenbuchs, versehen. Das, so meinte Sabine,
wäre auch was für die Leserinnen. Ich konnte mich ebenfalls für diesen
Vorschlag begeistern und besorgte ein " Klassenbuch" DIN A5, das ich den
Damen vorstellte. Wir haben beschlossen, daß zwischen zwei Leseterminen
alle Leserinnen einen Eintrag leisten sollen. Das muß keine
Lebensgeschichte sein, sollte aber ihrer momentanen Gefühlsverfassung
entsprechen. Damit es keine Unklarheiten gibt, habe ich einen Laufzettel
angefertigt, der genau vorgibt, wer wem das Klassenbuch weiter zu
reichen hat. Hannelore war sehr fleißig, sie brachte es mir noch am
Samstag vorbei. Ich bin noch in der Findung, kann aber als
Entschuldigung geltend machen, daß ich heute zwei Protokolle anfertigen
musste!
Ich hoffe, unser Klassenbuch wird gut angenommen und wir haben eine
lebhafte Erinnerung an uns geschaffen.
Das nächste Lesen findet wegen Urlaub erst am 5.September bei Karin
Ritter statt.

G.W.

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Am Freitag, dem 26.Juni trafen sich die Leserinnen bei Rixa Butz.
Sabine Reß hatte eine wunderbare Idee umgesetzt. Sie wollte uns ihr Buch
"Mandeljahre" von Katrin Tempel vorstellen. Der Roman handelt vom
Aufstieg und Fall einer deutschen Kaffeeröster-Dynastie in der ersten
Hälfte des letzten Jahrhunderts.
Es hat diese Rösterei wirklich gegeben. Sabine hat wertvolle Recherche
betrieben und konnte im Internet sogar noch Informationen sowie Produkte
des Kaffees Quieta finden. Sie hatte uns sogar Kostproben mitgebracht.
Wir hatten die Wahl zwischen dem Original - koffeinfrei- und dem mit
normalem Kaffee vermischten Aufguss . Die Meinungen bezüglich des
Geschmacks gingen auseinander - allein die Idee war genial!
Nachdem Anlesen der " Mandeljahre" hatte ich noch eine Kurzgeschichte
dabei. Sie erzählt die bittersüße Geschichte der ersten Liebe zwischen
zwei Kindern. Die Geschichte ging den Frauen sehr zu Herzen. Zum Schluß
bat ich die Leserinnen, sich an ihre erste eigene unschuldige Liebe zu
erinnern.
Das nächste Treffen ist für den 24.Juli geplant. Wir treffen uns bei
Wally Schmidt.

G.W.

Am 30.Mai trafen sich die Leserinnen bei mir. Wir hatten uns auf das
Thema Märchen geeinigt.
Zu Beginn versuchten wir, den Unterschied zwischen Märchen und Sage
herauszufinden. Die Sage hat immer einen oder mehrere Bezugspunkte, Ort,
Zeit oder Person betreffend. Das findet man im Märchen nicht.
Ich hatte einige Märchen ausgedruckt. Bekannt sind bei uns vor allem
Grimm´s Märchen, die vor allen Dingen Kinder ansprechen. Märchen gibt es
aber auch durchaus für Erwachsene. Ganz bewußt hatte ich auf die allen
bekannten Märchen verzichtet und eine kleine Auswahl aus aller Welt
dabei. In der Bücherei gab es ein Buch, indem hessische Märchen
beschrieben wurden. Wir lasen dann einige Sagen und Märchen von Lahn und
Dill. Hier hatte es uns besonders die Sage vom Hündchen des Weilburger
Schlosses angetan.
Zum Schluß erinnerten wir uns nochmals an das von uns verfasste Märchen,
mit dem wir vor einigen Jahren bei einem Wettbewerb einen Preis erzielt
hatten.

Das nächste Treffen findet am 26.Juni statt. Wir treffen uns bei Rixa Butz.

G.W.

Am Donnerstag, den 23.04. fuhren wir mit fünf Frauen nach Weilburg in
die Bücherei.
Die VHS hatte in Zusammenarbeit mit der Residenzbuchhandlung und der
Bücherei zu einer Lesung mit Annegret Held eingeladen. Sie las aus ihrem
zum Teil autobiographischen Roman "Apollonia". Die Autorin, bekennende
Westerwälderin mit passendem " RRR" verstand es, die Zuhörer mit der
Geschichte ihrer Großmutter und ihrer eigenen zu fesseln. Wir erlebten
eine vergnügte Stunde in der Bücherei, bevor es dann in die Eisdiele
ging, wo wir den Abend mit Vanilleeis und heißen Himbeeren beendeten.
Unser nächstes Treffen findet voraussichtlich am 30.Mai bei Rixa statt.
Thema wird Märchen und Sagen aus Hessen sein.

G.W.

Am 27.2. trafen die Leserinnen bei Erika Grün zusammen. Auf meinen
Wunsch hin hatte Sabine ihre persönlichen Lieblingsbücher dabei und
stellte sie uns vor. Passend zur vorösterlichen Zeit las sie uns die
Hasenschule, ein wunderschönes Bilderbuch des Dichters Albert Sixtus,
vor. Dieses bezaubernde Bilderbuch, das 1924 entstand und von dem
Zeichner Fritz Koch-Gotha bebildert wurde, hat nichts an Zauber
eingebüßt. Jedes Jahr vor Ostern findet man dieses Kinderbuch in den
Buchhandlungen, es begeistert nach wie vor jung und alt. Sabine
verbindet mit diesem Bilderbuch Erinnerungen an ihren Vater, der es ihr
immer vorlesen mußte, sowie an die Zeit, als sie es gemeinsam mit ihrem
Sohn las. Schön, daß es solche Bücher gibt, die Generationen begeistern.

Als zweites Buch hatte sie " Nero Corleone " von Elke Heidenreich dabei.
Es handelt von der Geschichte eines italienischen Katers, der seine
Erlebnisse aus Sicht eines bauernhofdominierenden
Katers erzählt.
Nachdem wir einige Seiten in diesem schönen Buch gelesen hatten, stellte
ich den Leserinnen noch den Roman " Eine Frau Jahrgang 13 " von
Agnes-Marie Grisebach vor.
Unser nächstes Lesen findet am 28.3. bei Sabine Reß statt.
Ich erinnere nochmals daran, daß sich die Leserinnen am 23.4. zu einer
Autorenlesung in der Kreis und Stadtbücherei angemeldet haben.

G.W.
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...das machen die "Lesefrauen" alles....und noch viel mehr.....!!!

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Am Samstag, dem 31.1.15 trafen sich die Leserinnen bei Hannelore
Fröhlich. Sabine Reß hatte, wie versprochen, einen Bericht über Simone
de Beauvoir vorbereitet. Simone de Beauvoir war eine französische
Schriftstellerin, Philosophin und Feministin. Sie erreichte mit ihren
Büchern den Status der bekanntesten Intellektuellen Frankreichs. De
Beauvoir gilt als Vertreterin des Existentialismus. ( Geisteshaltung,
die den Menschen als Existenz auffasst )
Des Weiteren stellte uns Sabine Virginia Satir vor. Sie war eine der
bedeutendsten Familientherapeutinnen Amerikas. Man bezeichnet sie auch
oft als Mutter der Familientherapie.
Hier die fünf Freiheiten nach Virginia Satir:

Sehen und hören was wir im Augenblick wahrnehmen, anstatt was sein
sollte, was war oder was werden könnte.

Sagen was wir fühlen und denken, anstatt was wir fühlen und denken sollten.

Fühlen was wir fühlen, anstatt was wir fühlen sollten.

Nach dem fragen, was wir wollen, anstatt auf Erlaubnis warten.

Risiken übernehmen, anstatt ausschließlich " Sicherheit" zu wählen und
das Steuer des eigenen Schiffes jemand anders in die Hand zu geben.

Fünf Sätze, deren Aussage wir Frauen befolgen sollten!

Nach diesem ersten Teil des Nachmittags widmeten wir uns dem Roman
"Pfaueninsel" von Thomas Hettche. Er erzählt die Geschichte der
kleinwüchsigen Marie, dem historisch belegten Schloßfräulein der
Pfaueninsel in der Havel bei Potsdam.

Unser nächstes Treffen findet am Freitag, dem 28.02. bei Erika Grün statt.

G.W.

Am Samstag, dem 29.11. trafen sich die Leserinnen zum traditionellen
Adventslesen bei mir. Anfangs gab es für alle kleine Geschenke,
Hannelore und Sabine hatten keine Mühe und Arbeit gescheut, eine kleine
Überraschung für jede von uns vorzubereiten.
Wally hatte netterweise den Kuchen beigesteuert, lecker!
Wie jedes Jahr im November standen Advents- oder Weihnachtsgeschichten
im Vordergrund. Sabine las die Geschichte vom Wünschen, von Theodor und
seinem Kater Franz, vor.
Rixa hatte uns die Buddenbrooks mitgebracht und las daraus. Ich hatte
noch eine Kurzgeschichte dabei, die die bewegende Geschichte einer
selbstgemachten Krippe erzählte.
Bei Kerzenschein besprachen wir, was wir im kommenden Jahr lesen wollen.
Sabine hat einige Vorschläge gemacht, die sich um unser
Selbstverständnis drehen. Wir sind gespannt, wie wir das bei unserem
nächsten Treffen umsetzen und erarbeiten.
Ich bat die Leserinnen, sich Gedanken zu dem Thema " Mein Lieblingsbuch"
zu machen. Die Frauen sollen in loser Folge Bücher vorstellen, die ihnen
viel bedeuten. Das soll sich nicht unbedingt auf den Inhalt, sondern auf
den ideelen Wert beziehen. Auch hier sind wir gespannt!

Die Leserinnen wünschen allen  Landfrauen und anderen interessierten
Lesern unserer Seite ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr!
Unser nächstes Treffen wird voraussichtlich am 31.1.15 stattfinden.
G.W.

Am Samstag, den 25.10., wurde der schon im Frühjahr geplante Ausflug
nach Wetzlar unternommen. Mit zwei Autos sowie zwei Ehemännern besuchten
die Leserinnen Haus Friedwart, die Villa der Familie Leitz am Karlsmunt.
Die Führung war äußerst aufschlußreich für unsere interessierten Damen.
Wir erfuhren viel über die Entstehung der weltbekannten Firma Leitz, der
Familie Leitz und dem Architekten Bruno Paul. Da wir uns vor einiger
Zeit intensiv mit Elsie Kühn-Leitz, der Tochter von Ernst Leitz II.,
beschäftigt hatten, war es sehr aufschlußreich die Räume zu sehen, die
sie mit ihrer Familie bewohnte.
Für uns war es eine Führung der etwas anderen Art, wurde doch
ausdrücklich erlaubt, Stühle und Sofas zu benutzen. So war es dann auch
für die nicht ganz so fitten Leserinnen möglich, ohne Probleme den 1,5 h
dauernden Rundgang zu absolvieren.
Intensiv ging Frau Peter, unsere Führerin, auf Bruno Paul ein. Haus
Friedwart wurde zwischen 1914 und 1917 erbaut. Paul hat mit dieser Villa
ein Werk geschaffen, daß sich vom steifen Neoklassizismus abwendet. Die
Räume sind hell, man befindet sich zwischen Jugendstil und Art Déco. Das
Mobiliar ist komplett erhalten und als Ensemble einmalig in Deutschland.
Zum Ende der Führung sahen wir auch das Büro Ernst Leitz II., wo eine
Bildergalerie, natürlich aufgenommen mit verschiedenen Leica Kameras,
uns zeigte, welche Persönlichkeiten die Familie Leitz und somit auch
Wetzlar besuchten.
Eindrucksvoll war ein Bild, aufgenommen im Dom, welches Elsie Kühn-Leitz
mit Albert Schweitzer zeigt.Sie hatte es geschafft- nach langen Bitten-
diesen berühmten Mann nach Wetzlar zu holen.

Nach all diesen interessanten Eindrücken mußten diese natürlich noch
verarbeitet werden. Das geschah im Café Rosengärtchen, wo ein Tisch für
uns reserviert war. Bei leckerer Torte und Rührei sowie Käse-und
Lachsbrötchen genossen wir den Rest des Nachmittags.

Unser nächstes Treffen findet voraussichtlich am 29.11. bei mir statt.
Es wird das letzte Lesen vor Weihnachten sein.
Bis zum nächsten Mal
G.W.

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Am Samstag trafen wir uns bei Sabine Reß. Da im Oktober die Buchmesse in
Frankfurt stattfindet, beschäftigten wir uns kurz mit dem diesjährigen
Gastland Finnland.
Ich hatte eine Kurzinfo zu diesem Land im hohen Norden zusammengestellt,
wir waren erstaunt zu hören, wie dünn besiedelt Finnland im Vergleich zu
uns ist. Erika Grün konnte ebenfalls etwas über dieses Land erzählen, da
sie es als einzige von uns bereits bereist hat. Ein Merian Heft über
Finnland, sowie der Roman:" Die alte Dame, die ihren Hut nahm und
untertauchte" von Leena Parkkinen gaben auch kurze Eindrücke zu diesem Land.
Danach widmeten wir uns erneut dem Buch " Wir sind doch Schwestern" von
Anne Gesthuysen. Wir lasen einige Kapitel und diskutierten dann die
Frage nach dem Verhältnis Schwestern untereinander. Hierzu konnten alle
Leserinnen Beiträge zusteuern, da alle über mindestens eine Schwester
verfügen! Alle Punkte zusammen ließen erkennen, daß das Verhältnis unter
Schwestern mit zunehmendem Altersunterschied wohl schwieriger wird.
Bevormundung der älteren gegenüber der jüngeren war der häufigste
Kritikpunkt.
Alles in allem war es eine lebhafte und fruchtbare Diskussion, bis zu
unserem nächsten Treffen haben hoffentlich alle Leserinnen das Buch
gelesen, um sich dann nochmals mit den Figuren im Buch zu beschäftigen.
Für den 25. Oktober wurden Fahrgemeinschaften gebildet, wir treffen uns
um 13.15 Uhr bei Sabine, um dann einen interessanten Nachmittag in
Wetzlar zu verbringen.
Das letzte Lesen findet dann voraussichtlich am 29.11 bei mir statt,
bevor wir uns in die Vorweihnachtszeit verabschieden.

G.W.
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Am 30. August haben sich 4 aus unserer Gruppe zum Lesenachmittag bei Erika Grün getroffen.
Der Roman „Wir sind doch Schwestern“ von Anne Gesthuysen war das Thema.
Drei Schwestern, die Älteste deren 100ster Geburtstag gefeiert werden soll, die Mittlere von bereits 98 Jahren und die Jüngste 84jährig wollen den 100. Groß feiern, die Zukunft planen, doch vorher muss die Vergangenheit geklärt werden.
Das Buch, das Porträt eines Jahrhunderts, über das es sich lohnt noch ausgiebig zusprechen.
Nächstes Lesetreffen findet am 27. September 2014 bei Sabine Reß statt.
                                                     *********

Der Wunsch der Leserinnen war es, nach der kriminellen Frauenpower vom letzten Lesetag, nach sanfter Literatur. Sabine brachte uns einen Gedichtband von Elli Michler mit.

Elli Michler geboren 1923 in Würzburg, hat zahlreiche erfolgreiche Gedichtbände verfasst.

Mit ihrem bekanntesten Gedicht "Ich wünsche dir Zeit" spricht Elli Michler den Menschen aus dem Herzen. Sie berührt ihre Seelen und bietet dem Leser eine Ruhepause in der Hektik des Alltags. Dankbarkeit und Erfahrung, Wertschätzung und Liebe sind wichtige Anliegen Elli Michlers. Lesen Sie hier das Gedicht

Aus dem Buch "Ich wünsche dir Zeit"

„Ich wünsche dir Freude“

„Ich wünsche dir Vertrauen“

„Ich wünsche dir Phantasie“

„Leitfaden“

„Glaubensbekenntnis“

„Das Bleibende“

all diese und noch einige mehr wurden von uns gelesen und teilweise besprochen.

Unser nächster Lesenachmittag findet am 30. August 2014 bei Erika Grün statt.

H.F

 

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Am letzten Samstag dieses Monats trafen wir uns bei Karin Ritter. Unsere
Runde wurde durch Sabine Reß ergänzt, die das erste Mal bei uns
Lesefrauen dabei war. Zwei Bücher standen im Fokus, einmal " Schrecklich
nette Frauen " von Christoph Nettersheim und " Die Schwedenfratze " von
Horst Ch. Bracht.
Der Titel des ersten Buches ließ nicht darauf schließen, was uns
erwartete. Hannelore hatte zwei Geschichten aus dem Buch ausgewählt, die
wir lasen. Es ging überhaupt nicht um nette, sondern um äußerst
kriminelle Frauen, die durch ihre brutalen Taten traurige Geschichte
schrieben.  In der ersten Geschichte wurden 35 ! Männer von einer
abartig eifersüchtigen Frau ermordet. Sie machte noch nicht einmal vor
ihrem eigenen Sohn halt. Er war ihr auf die Schliche gekommen und
besiegelte dadurch sein Todesurteil. Im zweiten Fall wurden die Taten
einer Frau geschildert, deren kriminelle Energie ebenfalls unfassbar
war. Sie überredete ihren Mann, sich einen Tag nach
Versicherungsabschluß ein Bein abzuhacken ! Es gelang - wenn auch nicht
gleich wie erhofft. Trotzdem man vor Gericht zog, da der Unfall doch
sehr zeitnah zu dem Vertragsabschluß stand, wurde sie nicht verurteilt.
Später entledigte sie sich des Mannes mittels Rattengift. Er war ihr
durch seine Behinderung lästig geworden und mußte den Weg freimachen. Es
gelang ihr, noch vier weitere Menschen - darunter auch ihren kleinen
Sohn - zu vergiften, bis man sie überführte. Nach dieser zweiten
schrecklichen Geschichte, die übrigens keine Erfindung des Autoren ist,
sondern wie die übrigen Kapitel des Buches auf Tatsachen beruht, hatten
die Frauen genug von Mord und Totschlag.
Wir widmeten uns dem Buch " Die Schwedenfratze ", das Sabine Reß
mitgebracht hatte. Dieser Roman spielt im 17.Jahrhundert in Limburg und
schildert die Zustände in der Stadt während unzähliger Belagerungen
durch feindliche Soldaten. Nach einigen Seiten konnte man sich schon
sehr gut in die Geschichte einfinden. Heftig wurde von uns einmal wieder
die Rolle der Frauen diskutiert und die Hilflosigkeit, mit der sie den
Männern ausgeliefert waren. Ich denke, daß noch einige Frauen das Buch
lesen werden, zumal wir beschlossen haben, im Winter eine
Altstadtführung in Limburg zu machen, um die Schauplätze des Romans  zu
besichtigen.
Unser diesjähriger Wetzlartrip findet am 25.Oktober statt. Wir werden
das Haus Friedwart, die Villa der Familie Leitz,besuchen.
Nächstes Treffen der Leserinnen am 26.7. bei Wally Schmidt

Wir Leserinnen trafen uns am Samstag, dem 31.5. bei Hannelore Fröhlich.
Aufgrund zweier Fernsehfilme, die in den letzten Wochen im TV liefen,
sprachen wir über die beiden Frauen, um die es in diesen Filmen ging.
Das waren zum Einen Elisabeth Selbert, eine der " Mütter des
Grundgesetzes" . Die Aufnahme der Gleichberechtigung in den
Grundrechtteil der deutschen Verfassung war zum großen Teil ihr
Verdienst. Zum Anderen sprachen wir über Clara Immerwahr, einer
Chemikerin, für die berufliche Gleichberechtigung nicht möglich war und
die letztlich an den Umständen zerbrach.

Rixa Butz hatte das Buch " Mehr Mut als Kleider im Gepäck" von Julia
Keay mitgebracht. Wir lasen auf Rixas Empfehlung die Geschichte der Kate
Marsden.
Diese bewundernswerte Frau reiste unter unvorstellbaren Umständen Ende
des 19. Jahrhunderts quer durch Russland nach Ostsibirien, um dort von
der Gesellschaft verstoßenen Leprakranken zu helfen. Der Bericht ging
uns unter die Haut. Nicht nur die überaus beschwerliche Reise im Winter
durch dieses riesige Land, auch die schrecklichen Bedingungen, unter
denen die Kranken im sibirischen Wald leben mußten, berührten uns sehr.
Sehr interessant war Karin Ritters Bericht über ein Lepra - Krankenhaus
in Spanien, das sie zufällig auf einer Urlaubsreise nahe der Costa
Blanca entdeckt hatte. Wir waren sehr erstaunt zu erfahren, daß es in
Europa diese Krankheit noch gibt!

Unser nächstes Treffen findet voraussichtlich am 28.Juni bei Karin
Ritter statt. Diesmal geht es um mordende Frauen, wir sind gespannt!
G.W.

Am Freitag, dem 4.4. trafen sich die Lesefrauen, um nach Weilmünster ins
Kino zu fahren. Ursprünglich war ein Märchenabend für Erwachsene in
Probbach geplant, der aber wegen Erkrankung des Dozenten ausfallen mußte.
Also ging es ins Kino. Wir sahen den Film " Die Bücherdiebin ", der uns
sehr berührte und zum Nachdenken anregte. Der Film spielt in der Zeit
des zweiten Weltkrieges und erzählt die Geschichte eines jungen
Mädchens, das bei Pflegeeltern aufwächst und sich mit Hilfe des
Pflegevaters mühsam das Lesen beibringt, weil Bücher eine ungeahnte
Faszination auf das Kind ausüben. Die Bücher helfen ihr die
schrecklichen Kriegsjahre zu überstehen. Szenen, in denen sie im
Luftschutzkeller zuerst leise, dann immer lauter Geschichten aus dem
Kopf erzählt und damit die anderen Menschen von dem Bombenhagel über
ihren Köpfen ablenkt, berühren tief.
Wochenlang liest sie einem sterbenskranken Juden, den ihre Eltern im
Keller versteckt haben, aus Büchern vor. Die Bücher hat sie heimlich bei
einer Gönnerin " entliehen", nachdem sie sie vorgelesen hat, bringt sie
die Bücher auch wieder heimlich zurück. ( deshalb der Titel des Films)
Der junge Mann überlebt, wie er sagt, dank dem Vorlesen des Mädchens.
Die Reaktion unserer Frauen auf den Film war positiv. Eine unserer
Frauen fühlte sich jedoch durch die Kriegsszenen an ihre eigene Kindheit
erinnert. Die Sirenen, die im Film die Bomber ankündigten, versetzten
sie in diese Zeit zurück. Trotzdem war auch sie von " Der Bücherdiebin"
fasziniert.
Der Filmabend ersetzte unseren Lesenachmittag. Einen Termin für unser
nächstes Treffen ist noch nicht bekannt, da ich am letzten Samstag des
Monats verhindert bin.

G.W.

Am 22.Februar trafen sich die Lesefrauen bei Rixa Butz. Wir waren an
diesem Samstag eine kleine Gruppe von vier Frauen. Besprochen wurde
nochmals das Buch " Die flüsternde Zeit" von Almuth Link. Ich hatte
zwischenzeitlich mit Jürgen Garrecht von der Residenzbuchhandlung
gesprochen, der mir einige Informationen zu der Schriftstellerin geben
konnte. Wie bereits am letzten Lesenachmittag besprochen, spielt die
Handlung des Romans in Weilburg. Das hatte unter uns einige Fragen
aufgeworfen, wo sich z.B. das Wohnhaus der Familie befand. Herr Garrecht
konnte mir diese Fragen beantworten, er hatte mit Frau Link telefoniert
und ihr einige Fragen zu ihrem Buch gestellt.
Der Roman ist, wie bereits besprochen, leicht zu lesen, behandelt jedoch
eine dunkle Epoche der deutschen Geschichte. Frau Link betont, daß es
sich um eine fiktive Geschichte handelt, einige Schauplätze sind jedoch
real, wie z .B. der alte Friedhof, der in dem Roman zum Schulweg des
Mädchens gehört.
Das Buch macht noch unter den Leserinnen die Runde, es wird sich noch
zeigen, wie es von den einzelnen Damen angenommen wird.
Als neue Lektüre hatte ich ein Buch von Alice Munro, der letzten
Literatur- Nobelpreisträgerin, mitgebracht. Munro hat in erster Linie
Kurzgeschichten geschrieben, wir haben die Episode " Daheim" aus dem
Buch " Wozu wollen sie das wissen?" gelesen. Die Geschichte spielt in
Amerika der frühen 50iger Jahre. Sie ist sehr ruhig , ohne Höhen in
einem gleichmäßigem Fluß erzählt.
Wir konnten die Geschichte aus Zeitgründen nicht ganz zu Ende lesen, ich
werde den Frauen den Inhalt der letzten Seiten beim nächsten Treffen
weitergeben.
Unser nächstes Treffen findet am 28. März statt. Wir besuchen einen
Leseabend, der von Herrn Garrecht unter dem Motto "Märchen" gestaltet
wird. Wir lassen uns überraschen!

Gudrun Wagner

Neues von den Leserinnen

Am Samstag, dem 25.1.14 fand unser erstes Lesen in diesem Jahr bei Wally
Schmidt statt.
Als Lektüre hatte ich das Buch " Die flüsternde Zeit " von Almuth Link
mitgebracht. Der Roman wurde vor einigen Wochen in einem Artikel im WT
besprochen und empfohlen, da Frau Link ihre Kindheit in Weilburg
verbracht hat und die Stadt in dem Buch eine Rolle spielt.
Wir haben etwa 40 Seiten am Samstag angelesen. Der Roman ist leicht zu
lesen, sie schreibt in der ich-Form aus der Sicht eines kleinen
Mädchens, daß die Zeit des Krieges in ihrem Elternhaus in Weilburg
erlebt. Für die Leserinnen war es spannend herauszufinden, wo sich das
Wohnhaus befunden haben könnte. Almuth Link schreibt über die
Frankfurter Strasse, den alten Friedhof, der Grundschule in einer alten
Kaserne und dem Café Pechan.
Bei unserem nächsten Treffen werden wir herausgefunden haben, ob wir das
Buch weiter empfehlen können oder nicht. Jürgen Garrecht hat mir einige
Informationen über Frau Link, die übrigens eine geborene Kreppel ist,
zukommen lassen, die ich den Leserinnen am 22.2. unserem nächsten
Lesenachmittag bei Rixa Butz, weitergeben werde.
Bis zum nächsten Mal,
G.W.